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Barbara Coudenhove-Kalergi. Zuhause ist überall. Erinnerungen. Zsolnay 2013

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Barbara Coudenhove-Kalergi.
Zuhause ist überall. Erinnerungen.
Zsolnay 2013


"Barbara Coudenhove-Kalergi ist die Quadratur des Kreises gelungen: Memoiren, die nicht eitel sind."
Franz Schuh, WDR5, 16.02.13

„Zuhause ist überall“ ist nicht nur BP Heinz Fischers Lieblingsbuch, es ist auch meines. Es ist das Lieblingsbuch all jener, die Erzählungen lieben. In Coudenhove-Kalergis Autobiographie reiht sich Erinnerung an Erinnerung aneinander, eingebettet in die jüngere österreichische und mitteleuropäische Geschichte.

„Zuhause ist überall“ ist der gekonnte Mix aus Vertrautem und Neuem. Einerseits bietet uns die Autorin persönliche Erzählungen, in denen wir uns  selbst wiederfinden: die Nähe des unmittelbaren Ich-Erzählers fesselt uns in gleichem Maße, wie Barbara gefesselt ist, als sie das Lesen beherrscht: „Sobald ich lesen kann, wird die Welt der Bücher meine Welt“.

In so manchen Erzählungen findest du dich leicht selbst wieder, z. B. über ihr Studium in Wien: das monatliche Geld, genau eingeteilt, Barbara  mit anderen StudentInnen stundenlang diskutierend bei einem Kleinen Braunen. Memoiren, die gänzlich unprätentiös sind -  Englisch Dolmetsch wird studiert, weil sie es durch Aufenthalte im englischsprachigen Raum sowieso beherrschte.

Andererseits lernen wir Geschichte hautnah kennen, Fakten und Details, uns bis jetzt weniger vertraut: der Prager Aufstand, der Kalte Krieg, etc. Wir lernen die Welt der böhmischen Aristokratie kennen, Barbaras Verwandtschaft, den Onkel Hansi und ihre Großmutter Mitsu, asiatischer Herkunft.
Teilweise zeichnen die Erzählungen ein derart spannendes und lebendiges Bild, dass ein wenig Neid aufkommt, nicht Barbaras Leben gelebt zu haben. Der Klapptext spricht von einem „warmherzigen Porträt“. Hinzufügen möchte ich, dass Coudenhove-Kalergi es schafft, völlig unprätentiös zu wirken.
Sprachlich besticht die Autobiographie durch Anschaulichkeit, Authentizität und sprachliche Eleganz, eine Eleganz des Geistes.

Barbara Coudenhove-Kalergi, geboren 1932 in Prag, wurde 1945 als Prager Deutsche vertrieben und lebt seither in Österreich. Nach Stationen u.a. bei der Presse, der Arbeiter-Zeitung und bei "profil" kam sie Mitte der 1970er Jahre zum ORF. Bis heute ist sie ständige Kolumnistin der Tageszeitung "Der Standard" und unterrichtet Asylbewerber. 2013 wurde Barbara Coudenhove-Kalergi mit dem "Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln" ausgezeichnet.

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